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The Thalassa Mixes Spielzeit: 26:15
Medium: EP
Label: Pnevma, 2008
Stil: Symphonic Metal, Gothic
Review vom 15.11.2008
Ulli
Heiser
»Best of both Worlds«, bin ich bereits nach den ersten
Klängen geneigt zu sagen. Die Amerikaner Aesma Daeva starten
die CD mit einer traumhaften Vokal-Sequenz der Sängerin Lori
Lewis. Man meint, ein komplettes Orchester fällt brachial ins
Geschehen (leider geben die Infos nicht her, wer da alles am Musizieren
ist). Schleppend und nicht minder brachial schieben sich die metallischen
Instrumente in die Szenerie, Lori hebt ab, Doublebass und Bass bollern
und die Gitarre sägt.
Hervorragend die Choreografie, die für eine irre Spannung sorgt.
Die Melodieführung hat klassische Züge und es ist schon
'zum mit der Zunge schnalzen', wenn ein sonores Flügelhorn (zumindest
nehme ich an, dass es ein solches ist) seine einsamen aber gewaltigen
Klänge hinaustönt und von Drums, Bass und Gitarren 'überfahren'
wird. Über allem thront Loris Stimme. Die Instrumente musizieren
nicht einfach nur so, sie erzählen eine Geschichte. Ein leichter
Gothic-Touch, nicht zuletzt auch wegen der Stimme, liegt über
den Kompositionen.
Das momentane Line-up steht seit 2005. Die Geburtsstunde der Amerikaner
Aesma Daeva war allerdings im Jahr 1998, entstanden aus einer Zusammenarbeit
von Nick Copernicus und John Prassas. Damals stand Rebecca Cords am
Mikro. Ihr folgte Melissa Ferlaak. Vorliegender EP gingen drei Longplayer
voraus, deren Besetzungsliste die häufigen Wechsel aufzeigen.
Davon ist qualitativ nichts zu spüren gewesen, denn Aesma Daeva
fanden Anerkennung in einschlägigen Magazinen und als Teilnehmer
beim Metalfest in Milwaukee, Wisconsin gingen sie als eines der Highlights
hervor.
Für H.I.M. und Tristania waren sie Opener und standen außerdem
mit Nightwish, Kamelot und Therion auf den Brettern.
Andere Töne schlägt "The Garden I long For" ein.
Hier spielt der klassische Gitarrist Kostas Grigoreas die erste Geige
und wenn ich auch ob seiner Fähigkeiten staune, so fehlt mir
doch der Einsatz der krachenden Zunft. Im Kontext der vier Tracks
allerdings, unterstreicht das Stück die Verbindung von Klassik
und Metal.
"The Loon - Thalassa Mix" ist da von total anderer Machart:
Vocals, wie von der ersten Kichenchor-Stimme, in der Ferne klingt
traurig das 'arme Sünder-Glöcklein', orchestrale Mauern
türmen sich auf und fallen wieder zusammen. Sagte ich schon,
dass die vokalistischen Leistungen (auch die der backings) Gänsehaut
ohne Unterlass erzeugen? "The Loon - Swamp Mix" schließt
sich an und macht dort weiter, wo der "Thalassa Mix" aufgehört
hat. Nur, jetzt öffnet sich das Tor zur Krypta und lässt
Felle und Saiten ins Geschehen eingreifen. Majestätisch und gigantisch
die orchestralen Mauern, an deren Grundfesten die Saiten ihre zäh-sägende
'Zerstörung' beginnen. Unterstützt werden sie von Salven
schießenden Fellen. Und mittendrin die glasklare Stimme Loris.
Als Hörer steht man im Zentrum des Geschehens, genießt
und hofft, der Track möge nie enden. Das ist Kino!
Was steht im übrigens toll gemachten Booklet?
»This CD is dynamic. Correct playback at Maximum Volume.«
So ist es.
Die EP ist eine Enhanced-CD und beinhaltet 24 Bit Audiofiles, um sich
entweder eine Audio-DVD zu erstellen oder ins Flac-Format zu kodieren.
Line-up:
Lori Lewis (vocals)
Kris Kautzmen (additional vocals)
John Prassas (guitars, orchestration)
Chris Quinn (bass)
Michael Platzer (lyricis)
Earl Root (guitar)
Tim Klatt (drums)
And:
Kostas Grigoreas (classical guitar - #2)
RockTimes
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